Plattdeutsche Lieder

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Hörbeispiele

Titelliste

  1. Hür tau, min Jung (1:55)
    T: Fritz Meyer-Scharffenberg, M: Joachim Piatkowski
  2. Anna Susanna (2:00)
    T. und M: trad.
  3. Dree Rosen (1:40)
    T. und M: trad.
  4. Fief Söhns (3:20)
    T. und M: trad.
  5. De Linnewevers (2:55)
    T. und M: trad.
  6. De Duuw (1:50)
    T: trad./Lisa Milbret M: trad.
  7. Buernleed (2:55)
    T: Lisa Milbret, M: Wolfgang Rieck
  8. Feldstein an de Strat (2:20)
    T: Lisa Milbret, M: Joachim Piatkowski
  9. Weegenleed (1:50)
    T. und M: trad.
  10. Dree Daag (2:35)
    T. und M: trad.
  11. Kongreßleed (2:15)
    T: H. Hoffmann von Fallersleben / Lisa Milbret, M: Wolfgang Rieck
  12. De Paap (2:15)
    T. und M: trad.
  13. Fastelabendpredigt för Jehann (3:35)
    T: John Brinckman, Joachim Piatkowski
  14. Weegenleed 1848 (2:12)
    T: Helmuth Schröder, M: Wolfgang Rieck
  15. Dat du min Leevste büst (1:55)
    T. und M: trad.
  16. Adschüs (2:35)
    T: John Brinckman, M: Wolfgang Rieck

Mitwirkende Musiker

Joachim Piatkowski - Gesang, Gitarren, Bandoneon, Drehleier, Mundharmonika, Mandoline
Wolfgang Rieck - Gesang, Gitarren, 5-string Banjo, Blockflöten, Mundharmonika
Fred Saupe - Tuba, Akkordeon
Christian Trompler - Violine
Eberhard Wünsch - Viola
Jens Naumilkat - Violoncello
Matthias Suschke - Piano, Synthesizer
Georgi Gogow - Geige
Gisbert Piatkowski - Gitarre

Zusatzarrangements bei Titel 1, 6, 13, 14 und 16 von Jens Naumilkat

Lesen Sie hier das Presseecho

Hür tau, min Jung "Plattdeutsche Lieder" von Joachim Piatkowski und Wolfgang Rieck

Gerade halte ich ihre erste LP in den Händen. Wer sie nicht weiter kennt, könnte sagen: die beiden haben's geschafft. Wer sie kennt, weiß, dass diese Form ihrer Popularisierung eigentlich nur die Konsequenz einer jahrelangen schöpferischen und produktiven Arbeit ist.

Ich meine Joachim Piatkowski und Wolfgang Rieck und ihre "Plattdeutschen Lieder". Eine Schallplatte, die mir - das sei vorweggenommen - ausnehmend gut gefällt. Hier spürt man - wie auch bei allen Programmen und Auftritten - da stehen zwei echte Mecklenburger dahinter, die sich mit Leib und Seele dem Niederdeutschen verschrieben haben, die uns in ihrer Mundart viel zu sagen haben…

Einige Titel stammen aus ihrem neuesten Programm "Du schliefst, Land Mecklenburg". Zum Beispiel "Dree Daag", das Klagelied eines Tagelöhners, oder das"Kongreßleed", zu dem die Textvorlage aus dem "Reformblatt für beide Mecklenburg" vom 8. 3. 1851 stammt.

Klug konzipiert gibt es Auskunft über die Auswirkungen der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848 auf Mecklenburg. Die Platte vereint nachdenkliche Lieder - wie "Hür tau, min Jung" nach einem Text von Fritz Meyer-Scharffenberg, mahnende - wie "Feldstein an de Straat", das an den Todesmarsch der KZ-Häftlinge von Sachsenhausen kurz vor Kriegsende gen Norden erinnert, bissige - wie "De Paap", lyrische - wie das "Weegenleed" oder eine der schönsten plattdeutschen Liebeserklärungen "Dat du min Leevste büst", heitere - wie "Anna Susanna" oder "De Linnewevers". Die Palette ist breit, und die Platte stellt somit einen Querschnitt des vielseitigen gesanglichen, instrumentalen und kompositorischen Ausdrucksvermögens zweier Musikanten vor, die sich mit Recht als echte niederdeutsche Volkssänger bezeichnen können.

 

Neu bei AMIGA

Vielfach preisgekrönt sind JOACHIM PIATKOWSKI und WOLFGANG RIECK aus Rostock, deren erste Langspielplatte "Plattdeutsche Lieder" ebenfalls unlängst bei AMIGA verlegt wurde. Auch sie haben dazu beigetragen, einen ganz besonderen, eigenständigen Teil deutscher Volkskultur vor dem Vergessen zu bewahren… Piatkowski und Rieck verstehen sich nicht als Museumshüter, sie sammeln und bewahren nicht nur die schönen alten Lieder ihrer Heimat, sie schaffen auch neue in der Tradition der alten. "Feldstein an de Straat" zur Erinnerung an den Todesmarsch der Häftlinge von Sachsenhausen im Frühjahr 1945 oder das "Buernlied" zum Beispiel. Da, wo Piatkowski und Rieck historische Texte vertonen oder alte Volkslieder neu interpretieren, sind sie sehr gegenwärtig, ihr differenzierter und musikalisch anspruchsvoller Vortrag ist frei von Nostalgie oder sentimentaler Volkstümelei.

 

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