Hörbuch "Mottche Spinkus un de Pelz"

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"Mottche Spinkus un de Pelz" - eine plattdeutsche Novelle der Extraklasse von John Brinckman (1814 - 1870), die im jüdischen Milieu der mecklenburgischen Kleinstadt Güstrow in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist --- von Kurt Batt, dem ehemaligen Lektor des Hinstorff-Verlags und exzellenten Kenner der plattdeutschen Literatur bezeichnet als "das kunstvollste Stück Prosa, das jemals in plattdeutsch geschrieben wurde".

Die CD ist mit einem 16-seitigen Booklet, das sowohl einen Essay von Jürgen Borchert wie auch umfangreiche Worterklärungen zum Plattdeutschen und Alttestamentarischen für ein besseres Textverständnis enthält, ausgestattet.

Mitwirkende

Wolfgang Rieck, Sprecher
Ulrike Blume, OrgelStreichquartett United Strings
Dagmar Wahlich - Violine
Jürgen Grothe - Violine
Andreas Quade - Viola
Jens Naumilkat - Cello

Die musikalische Auswahl und Bearbeitung besorgte Jens Naumilkat.

Musikaufnahmen: Karl Heinz Saleh
Fotos (W. Rieck): Annette Paduck
Cover-Gestaltung: Peter Bauer
Textgrundlage: John Brinckman, Werkausgabe in zwei Bänden, Hinstorff Verlag Rostock

Gesamtspielzeit: 69:03 min 

Lesen Sie hier das Presseecho

Ein Hörvergnügen - Wolfgang Rieck liest Brinckmans „Mottche Spinkus"

John Brinckman (1814-1870) lieferte mit „Mottche Spinkus un de Pelz" um 1850 viel mehr als nur eine Milieustudie aus dem jüdischen Gemeindeleben in Güstrow und dem alltäglichen Leben um ihn herum. Das jüdische Leben in Mecklenburg hatte seine Sympathie und deshalb war es für Brinckman als Erzählgegenstand interessant.

Wolfgang Rieck, bekannt vom plattdeutschen Duo Piatkow-ski/Rieck, hat Brinckmans Novelle inzwischen seit drei Jahren in seinem Repertoire. Nun legt er eine CD vor, die ihresgleichen sucht! bringt sie doch dem Hörer auch durch seinen brillanten Vortrag und die eingespielten Musikepisoden ein Stück Leben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts so nah, dass man sich hineinversetzt fühlt in die Handlung und das Handeln des Mottche Spinkus, des Jakob Knotenheimer und der anderen Bürger von Nebelow (Güstrow), ihre „Aktienspeklationen" und Schachereien.

 

Brinckman neu belebt

Man muss sich reinhören in den Text, in dem feinstes Mecklenburger Platt mit jiddischen und hebräischen Elementen abwechselt, aber wenn das geschafft ist, kann man die feinsinnige, tiefsinnige, humoristische Novelle ,,Mouche Spinkus un de Pelz" von Herzen genießen. Eine gute Stunde vergeht wie im Fluge, während man sich im Geist das kleine Städtchen Güstrow (im Text: „Nebelow") Anfang des 19. Jahrhunderts vorstellt, in dem die zweitgrößte jüdische Gemeinde Mecklenburgs zu Hause war. John Brinckman, der 1849 als Hilfslehrer nach Güstrow kam, muss tief eingetaucht sein in das Leben der jüdischen Gemeinde, um seine Personen so genau zeichnen zu können, und er muss ihre Stellung in der Gesellschaft des Städtchens durchschaut und durchaus kritisch hinterfragt haben, um dieses genaue Zeugnis jüdischen Lebens in Mecklenburg literarisch darlegen zu können.

Wolfgang Riek, bekannt als Sänger und Liedermacher, hat dieses „kunstvollste Stück Prosa, das je in plattdeutscher Sprache geschrieben wurde" (Kurt Batt in seiner Brinckman-Biografie, 1964), nun hörbar gemacht und untermalt mit Musikstücken eines Brinckman-Zeitgenossen, des Königlich-Preußischen Musikdirektors und Dirigenten der Synagogenchöre an der jüdischen Gemeinde zu Berlin, Luis Lewandowski (1821-1894). Wolfgang Riek liest die Geschichte sehr enthusiastisch. Man meint, seine eigene Freude an dieser Novelle und der Schlitzohrigkeit des Mottche Spinkus und seiner Söhne herauszuhören. Der CD liegt ein Büchlein bei, in dem der leicht gekürzte Vortrag Jürgen Borcherts abgedruckt ist, den dieser 1992 vor der John Brinckman Gesellschaft hielt. Er enthält viele Hintergrundinformationen zu Brinckmans Novelle und der Lage der mecklenburgischen Juden in dieser Zeit. Außerdem gibt es ein Verzeichnis hebräischer und jiddischer sowie einiger plattdeutscher Begriffe, das beim Verstehen des Textes sehr hilfreich ist.

Ingrid Straumer in Quickborn, Zeitschrift für Plattdeutsche Sprache und Literatur

Rieck liest „Mottche" von Brinckman

„Das kunstvollste Stück Prosa, das je in plattdeutscher Sprache geschrieben wurde", urteilte ein echter Kenner über „Mottche Spinkus un de Pelz" von John Brinckman (1814 -1870). Nun hat der Lie-dermacher Wolfgang Rieck die Novelle zu einer musikalischen Lesung aufbereitet. Eine Aufzeichnung ist soeben als Hörbuch beim Rostocker Hinstorff Verlag erschienen.

Mottche ist ein alter jüdischer Kaufmann im Güstrow, der lieber in der Synagoge friert, als sich einen Mantel zu leisten. Den Söhnen ist dieser Geiz peinlich und sie kaufen ihm einen Pelz. Was macht der Alte? Verhökert ihn zum doppelten Preis. Soweit die Geschichte, die auch Fritz Reuter (1810 - 1874) zu einem Läuschen angeregt hat.

Brinckman formt daraus ein vergnügliches und zuverlässi¬ges Bild des Lebens in der jüdischen Gemeinde der Stadt. Besonderen Genuss bereitet das bunte Sprachgemisch der Juden: Hochdeutsch, Plattdeutsch, Jiddisch und Hebräisch. Brinckman gibt das perfekt wieder. Und so, dass man nicht über die derart Sprechenden lacht, sondern mit ihnen. Wolfgang Rieck indes steigert das Vergnügen mit seinem lebendigen Vortrag. Zugleich trägt die CD mit einem kundigen Vorwort und sorgfältig recherchierten Worterklärungen zum Verständnis des Textes bei.

 

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